ATC-E Verdunstung-Verflüssiger
Die ATC-E-Aggregatekonzeption (Advanced Technology) kombiniert den niedrigen Energiebedarf von Axialventilatoren mit dem hohen Wirkungsgrad von Gegenstrom-Wärmeübertragungs-Systemen. Gesteigert wird die thermische Wirksamkeit durch den Einsatz von EVAPCOs patentierten Thermal-Pak-Rohrschlangensystem. Die saugbelüfteten Axialverflüssier bieten daher größtmögliche Leistung auf kleinster Fläche (max. Nennleistung 13.893 kW).
Leicht demontierbare Lufteintrittsgitter, großzügige Wartungsluken, gut zugängliche Motoranordnung, konstruktiver Schutz von Wanne und Gehäuse vor Ablagerungen und witterungsbedingter Verschmutzung reduzieren den Wartungsaufwand auf ein Minimum.
Technische Daten
- Aggregat Verdunstungsverflüssiger für Industriekälteanlagen
- Baureihen ATC 50 bis ATC 3225 (43 Modelle)
- Modulbreiten
- Bauart saugbelüftet
- Nennleistung 215 bis 13.893 kW
- Durchfluss
- Ventilator Axialventilator
- Antrieb Direktantrieb oder Hochleistungs-Riemenband-Antriebssystem
Betreibernutzen
- Energiesparend
- Sehr hohe Leistungsfähigkeit
- Geringe Aufstellungsfläche
- Einfache Wartung
- Geräuscharmer Betrieb
- Geringe Rezirkulationsgefahr
- EVAPCOAT Korrosionsschutz
- Geringe Verkeimungsgefahr
Energiesparend
Bei der Entwicklung der neuen ATC (Advanved Technology) Baureihe wurde konsequent auf wirtschaftlichen Betrieb des Verflüssigers geachtet. Auf Basis des reinen Gegenstromprinzips und unter Verwendung von saugseitig angeordneten Axialventilatoren werden niedrigste Antriebsleistungen benötigt.
Sehr hohe Leistungsfähigkeit
Ein- bis Vierzellen-Aggregate mit einer Wärmeübertragungs-Nennleistung bis zu 13,9 MW je Verflüssiger erfüllen sehr hohe Leistungsanforderungen.
Jeder Verflüssiger wird mit einer speziellen Werks-Garantieurkunde geliefert, die die thermische Leistung des Aggregates zusichert.
Geringe Aufstellungsfläche
Da die Verflüssiger der ATC-Baureihe über eine bemerkenswert hohe Leistungsdichte verfügen, erfordern sie vergleichsweise geringe Aufstellungsflächen im Verhältnis zur geforderten thermischen Leistung.
Einfache Wartung
Die Wasserwanne ist der bedeutendste Bereich des Kühlturms hinsichtlich Wartung. Sie ist über die rundum angeordneten Lufteintrittsgitter von der Aufstellungsebene des Kühlturms aus gut zugänglich. Lediglich die beiden Schnellverschlüsse der leichten und handlichen Elemente müssen dazu geöffnet werden.
Über eine große, mit Scharnieren und mit Schnellverschluss versehene Türe an der Seite des Aggregates wird der Zugang zur Ventilatorsektion ermöglicht.
Alle regelmäßigen Wartungsarbeiten am ?Power-Band?-Antriebssystem können außerhalb des Aggregats von der Motorkonsole aus vorgenommen werden. Für Arbeiten am Ventilatormotor muss lediglich dessen Schutzhaube zu Seite geschwenkt werden. Der Power-Band-Riementrieb kann mittels Gewindebolzen an der Motorkonsole eingestellt werden. Die Überprüfung der Riemenspannung und die Lagerschmierung ist ebenfalls von der Motorkonsole aus über die Wartungstür aus möglich.
Infolge die Verwendung der fest positionierten ZM-Sprühdüsen (Zero Maintenance), die keine beweglichen Teile besitzt, gibt es auch keinen Verschleiß an etwaigen Stahlfedern und Düsen. Durch die 34 mm große Sprühdüsenöffnung und den 38 mm großen Abstand zwischen Düsenaustritt und Wassersprühplatte können auch größere Verschmutzungen einfach durch die ZM Sprühdüse gespült werden. Routinemäßige Wartungsreparaturen sind nicht erforderlich. Unvorhergesehener Betriebsstillstand wird vermieden. Die ZM Sprühdüse besteht ZM Sprühdüsen sind ebenso lange haltbar wie der das Aggregat.
Geräuscharmer Betrieb
Die ATC-Produktlinien sind lieferbar mit vier möglichen Optionen zur Minderung des Schalls, der durch Lufteintritt-, Luftaustritt- und Wassergeräusche verursacht wird und über die Seitenteile oder über den oberen Teil des Aggregates austritt.
- Super Low Sound Ventilator (9 - 15 dB(A) Schallreduktion)
- Low Sound Ventilator (4 - 7 dB(A) Schallreduktion)
- AT Ausblasschalldämpfer (bis zu 10 dB(A) Schallreduktion!
- AT Wasseraufprall-Dämmelemente (Schallreduktion des in die Auffangwanne fallenden Wassers bis zu 7 dB(A))
Jede Option erbringt eine bestimmte Geräuschreduktion. Die einzelnen Optionen können miteinander kombiniert werden, um den geringsten Schalldruckpegel zu erreichen.
Die im einzelnen erreichbaren Gesamt-Schalldruckpegel können Sie dem EVAPCO-Auslegungsprogramm ES II entnehmen (> Auslegung). Weitere Informationen erhalten Sie unter > Technische Details > Lärmschutz
Geringe Rezirkulationsgefahr
Aufgrund des großen Abstands zwischen der rasch aufsteigenden Abluft und der langsam über die großen, seitlichen Wandöffnungen zuströmenden Zuluft ist bei den durch Axialventilator saugbelüfteten Baureihen die Gefahr der Rezirkulation von Schwaden geringer als bei den druckbelüfteten Aggregaten.
EVAPCOAT Korrosionsschutz
Das EVAPCOAT Korrosionsschutzsystem bietet standardmäßig einen hervorragenden Korrosionsschutz:
- Z-725 Feuerverzinkte Wasserwanne (725 g/m²)
- Z-725 Feuerverzinkte Stahlgehäuse (725 g/m²)
- Siebeinsätze in Edelstahl AISI 304
- Tropfenabscheider aus PVC
- PVC Wasserverteilsystem
- Korrosionsfreie Sprühdüsen aus ABS-Kunststoff
- Vollständig geschlossene Motoren
- Optional alternative Konstruktionsmaterialien möglich
Bei besonderen Bedingungen, unter denen verzinkte Oberflächen nicht geeignet sind, kann nicht nur die Wasserwanne, sondern auch das komplette Kühlturmgehäuse optional in Edelstahl rostfrei (AISI 304 oder AISI 316) ausgeführt werden.
Geringe Verkeimungsgefahr
Die ATC-Baureihe ist rundum mit WST-Lüftungsgittern ausgestattet, die eine optimale Belüftung ermöglichen, gleichzeitig aber das Sonnenlicht abschirmen. Die Tropfenabscheider unter dem Ventilator verhindern das Eindringen von Tageslicht über das Ventilatorgehäuse. Auf diese Weise wird ein wesentlicher Faktor zur Verkeimung des Sprühwassers weitgehend eliminiert.
Die schräg angeordneten Bodenbleche ermöglichen eine vollständige Entleerung der Wasserauffangwanne. Während des Betriebes werden alle Zonen kontinuierlich durchströmt, so dass stehendes Wasser vermieden wird. Feststoffablagerungen und biologische Beläge können dadurch auf ein Minimum reduziert werden.

Verflüssigung des Kältemittels
Das Kältemittel tritt als Heißgas oben in den Glattrohrwärmetauscher ein. Infolge der Verdunstungskühlung außerhalb der Rohre wird zuerst das überhitzte, gasförmige Kältemittel bis zum Sättigungspunkt abgekühlt und anschließend durch weitere Wärmeabfuhr in den flüssigen Zustand überführt. Das Kältemittel verlässt unten den Wärmetauscher als Hochdruckflüssigkeit und steht dann für den darauf folgenden Expansionsprozess zur Verfügung.
Betrieb des Verdunstungsverflüssigers
Das Prinzip der Verdunstungskühlung macht EVAPCO sich zu Nutze, indem der Glattrohr-Wärmetauscherblock von oben besprüht wird. Das Sprühwasser fällt kaskadenförmig zwischen den Rohren nach unten. Gleichzeitig strömt in entgegengesetzter Richtung Luft durch den Wärmetauscher. Die durch den Wärmeaustausch an den Rohren erwärmte und feuchte Luft wird durch die oberhalb liegenden Axialventilatoren angesaugt und tritt dort über den Tropfenabscheider in die Atmosphäre aus.
Beim Wärmeaustausch verdampft eine geringe Menge des Sprühwassers. Der überwiegende Teil fällt jedoch in die Wasserauffangwanne und wird über die außerhalb angebaute Sprühwasserpumpe erneut zum Wasserverteilsystem und zum Wärmetauscherblock befördert.
Prinzip der Verdunstungskühlung
Physikalisch betrachtet muss eine Wärmemenge von ca. 2407 KJ (0,669 kWh) dem Wasser bei entsprechender Verdampfungstemperatur zugeführt werden, um 1 kg Wasser zu verdampfen. Falls diese Wärmemenge nicht zugeführt wird, wird sie der Umgebung entzogen, bis auch die Umgebung theoretisch die Verdampfungstemperatur erreicht hat. Im Kühlturm stellt die "Umgebung" das Sprühwasser dar. Die Verdampfung - oder auch die Verdunstung - wird durch einströmende Luft eingeleitet, deren Temperatur am feuchten Thermometer niedriger liegt als das zu kühlende Sprühwasser. Die Luft nimmt den gesättigten Wasserdampf auf und verlässt das Aggregat mit einer wesentlich höheren Feuchtkugeltemperatur.
In der Praxis beträgt der gesamte Wasserverbrauch 2,5 bis 4,5 Liter pro kWh. Dieser setzt sich zusammen aus Verdunstung (1,5 l/kWH), Sprühverlusten und Abschlämmung.
