Verdunstungsverflüssiger

LRC Verdunstung-Verflüssiger

LRC Verdunstung-Verflüssiger

Die mittels Radialventilator druckbelüfteten LRC-Verdunstungsverflüssiger wurden für Industriekälte-Anwendungen entwickelt, bei denen eine geringe Bauhöhe erforderlich ist. Die kompakte, benutzerfreundliche Ausführung ist ideal für Leistungen im Bereich von 108 bis 1632 kW.

Leise im Betrieb sind sie ideal für Anwendungen, bei denen die Geräuschentwicklung von Bedeutung ist. Zusätzlich sind Schalldämmvorrichtungen verfügbar, um die Lautstärke weiter zu reduzieren.

Die Radialventilatoren können statische Luftwiderstände von angeschlossenen Zu- und Abluftkanäle überwinden und eignen sich dadurch hervorragend für die Innenaufstellung.

Jeder Kühlturm wird mit einer speziellen Werks-Garantieurkunde geliefert, mit der die thermische Leistung des Aggregates uneingeschränkt zugesichert wird (Maximale Wärmeübertragungs-Nennleistung bis zu 1,6 MW je Verflüssiger).


Technische Daten 

  • Aggregat    Verdunstungsverflüssiger für Industriekälteanlagen
  • Baureihen    43 Modelle ( LRC-25 bis LRC 379 )
  • Modulbreiten    1.029 / 1.540 / 2.388 mm
  • Bauart    druckbelüftet
  • Nennleistung    108 bis 1.632 kW
  • Durchfluss   
  • Ventilator    Radialventilatoren mit vorwärtsgekrümmten Schaufeln
  • Antrieb    Direktantrieb oder Hochleistungs-Riemenband-Antriebssystem

Betreibernutzen 

  • Niedrigbauweise
  • Leiser Betrieb
  • EVAPCOAT Korrosionsschutzsystem
  • Anschlussfertige Lieferung
  • Einfache Wartung

Einsatzbereich 

Innenaufstellung

Niedrigbauweise

Die Aggregate der LRC-Baureihe sind durch kompakte, besonders niedrige Bauweise (Low-Silhouette) gekennzeichnet und werden u. a. dann eingesetzt, wenn die Aggregatehöhe ein wesentliches Kriterium für den Einsatz darstellt und diese keinesfalls überschritten werden darf. Die Aggregate der LRC-Baureihe sind auch in so genannter TOP-TOP-Ausführung lieferbar, d.h. Ansaugen von oben, Ausblasen nach oben. Sie sind dadurch besonders geeignet für Innenaufstellung und zum Anschluß von Blechkanälen für Lufteintritt und Luftaustritt ins Freie.

Leiser Betrieb

Die Aggregate der LRT-Baureihe sind aufgrund ihrer Bauweise mit Radialventilatoren besonders geräuscharm. Der erzeugte Geräuschpegel tritt überwiegend im höheren Frequenzbereich auf und wird im allgemeinen durch Gebäude, Wände und sonstige Schallhindernisse zusätzlich gedämpft.

Weitere Möglichkeiten der Schallreduzierung bieten Kulissenschalldämpfer auf der Luftein- und Luftaustrittsseite, die optional angeboten werden.

EVAPCOAT Korrosionsschutzsystem

Das EVAPCOAT Korrosionsschutzsystem bietet standardmäßig einen hervorragenden Korrosionsschutz:

- Z-725 Feuerverzinkte Wasserwanne (725 g/m²)
- Z-725 Feuerverzinkte Stahlgehäuse (725 g/m²)
- Siebeinsätze in Edelstahl AISI 304
- Tropfenabscheider aus PVC
- PVC Wasserverteilsystem
- Korrosionsfreie ZM-Sprühdüsen aus ABS-Kunststoff
- Vollständig geschlossene Motoren
- Optional alternative Konstruktionsmaterialien möglich

Anschlussfertige Lieferung

Die Aggregate werden im Werk komplett zusammengebaut, geprüft und können anschlussfertig angeliefert werden. Somit entstehen keine weiteren Kosten für Zusammenbau auf der Baustelle. Ebenso einfach ist ein Versetzen des Aggregates an einen neuen Standort mittels üblichem LKW-Transport.

Einfache Wartung

Trotz der Niedrigbauweise ist die Zugänglichkeit für Inspektions- und Wartungsarbeiten nicht eingeschränkt. Ventilatormotor und Antrieb, Wasserwanne, Wasserverteilsystem, Rieselkörpereinbauten, Tropfenabscheider und übrige Bauteile sind so angeordnet, dass diese entweder direkt oder über entsprechend große Wartungsluken zugänglich sind.

Infolge die Verwendung der fest positionierten ZM-Sprühdüsen (Zero Maintenance), die keine beweglichen Teile besitzt, gibt es auch keinen Verschleiß an etwaigen Stahlfedern und Düsen. Durch die 34 mm große Sprühdüsenöffnung und den 38 mm großen Abstand zwischen Düsenaustritt und Wassersprühplatte können auch größere Verschmutzungen einfach durch die ZM Sprühdüse gespült werden. Routinemäßige Wartungsreparaturen sind nicht erforderlich. Unvorhergesehener Betriebsstillstand wird vermieden. Die ZM Sprühdüse besteht ZM Sprühdüsen sind ebenso lange haltbar wie der das Aggregat.


Verflüssigung des Kältemittels

Das Kältemittel tritt als Heißgas oben in den Glattrohrwärmetauscher ein. Infolge der Verdunstungskühlung außerhalb der Rohre wird zuerst das überhitzte, gasförmige Kältemittel bis zum Sättigungspunkt abgekühlt und anschließend durch weitere Wärmeabfuhr in den flüssigen Zustand überführt. Das Kältemittel verlässt unten den Wärmetauscher als Hochdruckflüssigkeit und steht dann für den darauf folgenden Expansionsprozess zur Verfügung.

Betrieb des Verdunstungsverflüssigers

Der Glattrohr-Wärmetauscherblock wird von oben besprüht. Das Sprühwasser fällt kaskadenförmig zwischen den Rohren nach unten. Gleichzeitig wird in entgegengesetzter Richtung Luft durch den Wärmetauscher gedrückt. Die durch den Wärmeaustausch an den Rohren erwärmte und feuchte Luft wird durch die stirnseitig angeordneten Radialventilatoren nach oben geblasen und tritt dort über den Tropfenabscheider über den Tropfenabscheider in die Atmosphäre aus.

Beim Wärmeaustausch verdampft eine geringe Menge des Sprühwassers. Der überwiegende Teil fällt jedoch in die Wasserauffangwanne und wird über die außerhalb angebaute Sprühwasserpumpe erneut zum Wasserverteilsystem und zum Wärmetauscherblock befördert.

Prinzip der Verdunstungskühlung

Physikalisch betrachtet muss eine Wärmemenge von ca. 2407 KJ (0,669 kWh) dem Wasser bei entsprechender Verdampfungstemperatur zugeführt werden, um 1 kg Wasser zu verdampfen. Falls diese Wärmemenge nicht zugeführt wird, wird sie der Umgebung entzogen, bis auch die Umgebung theoretisch die Verdampfungstemperatur erreicht hat. Im Kühlturm stellt die "Umgebung" das Sprühwasser dar. Die Verdampfung - oder auch die Verdunstung - wird durch einströmende Luft eingeleitet, deren Temperatur am feuchten Thermometer niedriger liegt als das zu kühlende Sprühwasser. Die Luft nimmt den gesättigten Wasserdampf auf und verlässt das Aggregat mit einer wesentlich höheren Feuchtkugeltemperatur.

In der Praxis beträgt der gesamte Wasserverbrauch 2,5 bis 4,5 Liter pro kWh. Dieser setzt sich zusammen aus Verdunstung (1,5 l/kWH), Sprühverlusten und Abschlämmung.